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Öffentlich geförderte Beschäftigung

 

Öffentlich geförderte Beschäftigung (ÖGB)

Die Instrumente der öffentlich geförderten Beschäftigung dienen der (Wieder-) Herstellung und Aufrechterhaltung der Beschäftigungsfähigkeit von benachteiligten Personen und bilden damit eine mittelfristige Brücke in den allgemeinen Arbeitsmarkt überall dort, wo ein unmittelbarer Übergang in ungeförderte Beschäftigung nicht möglich ist.
Deshalb wurden die Instrumente der öffentlich geförderten Beschäftigung zu zwei Instrumenten im SGB II zusammengefasst:

  • Arbeitsgelegenheiten (Aktiv-Jobs) und
  • Förderung von Arbeitsverhältnissen

 

 

Aktiv-Jobs (Arbeitsgelegenheiten)

Eine Arbeitsgelegenheit (AGH) ist eine Eingliederungsmaßnahme für erwerbsfähige
Leistungsbezieherinnen und -bezieher, in der zusätzliche, im öffentlichen Interesse liegende und wettbewerbsneutrale Arbeiten durchgeführt werden.
AGHs sind immer nachrangig gegenüber Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung, Qualifizierung und anderen Eingliederungsinstrumenten.
Bei Aktiv-Jobs erfolgt eine Teilhabe am Arbeitsleben mit dem Ziel der Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Die Tätigkeiten mehren das Gemeinwohl der Gelsenkirchener Bürger, zum Beispiel über die Unterstützung ehrenamtlicher Vereine und Strukturen durch den zusätzlichen Einsatz von Aktiv-Jobbern.
Während der Teilnahme erhalten die Aktiv-Jobber einen Zuschuss zum Arbeitslosengeld II als Aufwandsentschädigung (inkl. Abdeckung Fahrkosten) von bis zu 1,50 € pro Stunde.

Die Kranken- und Pflegeversicherung des Teilnehmers ist im Rahmen der Weiterzahlung der Grundsicherung für Arbeitsuchende gewährleistet. Die Unfallversicherung hat der Träger sicherzustellen.

 

Förderung von Arbeitsverhältnissen nach § 16e SGB II

Nach § 16e SGB II geförderte Arbeitsverhältnisse sind sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse ohne Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. Die Förderung besteht in einem Zuschuss zum Arbeitsentgelt an den Arbeitgeber.
Die Höhe beträgt bis zu 75 Prozent des Arbeitsentgelts für bis zu zwei Jahre und richtet sich nach der Leistungsfähigkeit der/des erwerbsfähigen Leistungsempfängers (eLb).
Die geförderten Tätigkeiten müssen nicht die Kriterien Zusätzlichkeit, öffentliches Interesse und Wettbewerbsneutralität erfüllen.
Maßgeblich für die Förderung von Arbeitsverhältnissen nach § 16e SGB II sind die mangelnden Chancen der/des eLb auf eine kurzfristige Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt.
Ziel ist es, für langzeitarbeitslose, benachteiligte Personen mit erheblichen Vermittlungshemmnissen Arbeitsverhältnisse zu fördern, um so an die Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes heranzuführen und die dortigen Chancen mittelfristig zu erhöhen.

Bitte beachten Sie:
Auf die Leistungen besteht kein Rechtsanspruch. Über die persönlichen Zugangsvoraussetzungen als Beschäftigter sowie diesbezüglichen Rechte und Pflichten informiert Sie Ihr Fallmanager oder persönlicher Ansprechpartner im IAG.

Ansprechpartner für Maßnahmeträger und Arbeitgeber ist die Koordinierungsstelle ÖGB:

  • Telefon: +49 (0) 209/60509-960

 

Sonderprogramm ÖGB

  1. Bundesprogramm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“

    Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales legt ein Programm auf, dessen Ziel es ist, soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt zu ermöglichen und Übergänge in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erleichtern. Am 07.Mai 2015 wurden die Förderrichtlinien im Bundesanzeiger veröffentlicht.

    Mit der Fokussierung auf zwei Zielgruppen sollen besondere Problemlagen im SGB II adressiert werden. Ein Förderschwerpunkt liegt auf Leistungsberechtigten, die wegen gesundheitlicher Einschränkungen besonderer Förderung bedürfen. Bedarfsgemeinschaften mit minderjährigen Kindern sind unter dem Aspekt sozialer Teilhabe eine weitere wichtige Zielgruppe.
    Gefördert werden Arbeitsverhältnisse, die zusätzlich und wettbewerbsneutral sind und im öffentlichen Interesse liegen.
    Das IAG hat Fördermittel zur Einrichtung von 450 solcher Arbeitsplätze erhalten. Nähere Informationen finden Sie hier.

 

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